Geplottete Bilder machen sich auch immer wieder schön als Fensterbild. Doch wer schonmal länger Vinylfolie ans Fenster geklebt hat, weiß wie schwer es ist sie wieder abzupulen. Deswegen machen viele ihre Bilder auf Adhesions-Fensterfolie. Diese gibt es in leicht milchig im Baumarkt (selten dort auch in klar) und in manchen Plott-Shops auch in klar. Der Vorteil der Adhesionsfolien ist, das sie keinen Klebstoff haben, sondern durch die statische Aufladung am Fenster haften. Deswegen ist es auch besonders wichtig, das die Fenster sauber sind. Da die milchige Folie aus dem Baumarkt vorallem sehr günstig ist, wollte ich damit ein Fensterbild machen. Aber eben nicht als Hintergrund, das hätte mir diese filigrane Arbeit des Tannenbaums zerstört. Deswegen habe ich überlegt, ob man nicht das ganze Bild draus machen könnte und nur einige farbige Akzente setzen kann. Und gerade zu Tannenbäumen in der Weihnachtszeit passt dieser milchig weiße Effekt richtig gut. Mein Tannenbaum hier ist 55×28 cm groß. (Die Plottdatei bekommt ihr bei www.miriamkreativ.de)

Da diese statische Aufladung die Folie auch auf der Trägerfolie hält, kann es passieren, das die sich beim schneiden löst. So habe ich mir mein erstes Bild leider zerstört. Gerade bei so filigranen Teilen lohnt es sich, die Folie direkt auf die Schneidmatte zu kleben. ich habe den Baum erstmal einmal auf die Größe gebraucht, die ich haben wollte und dann das Motiv verdoppelt. Den einen Baum habe ich neben die Trägermatte geschoben im Silhouette Studio. Bei dem auf der Matte habe ich erstmal alle farbigen Elemente gelöscht (dazu muss man die Gruppierungen lösen). Die Punkte (sind auch eine extra Gruppierung) wollte ich farblich hervorheben, deswegen habe ich darum ein Offset gelegt und die Punkte ansich dann gelöscht.Die Sterne wollte auch auch farblich hervorheben. Deswegen habe ich das innere der Sterne, was sonst hohl wäre, so bearbeitet, das ich über Punkte bearbeiten die inneren Punkte gelöscht habe, bis die Sterne komplett schwarz waren. Jetzt war das Bäumchen Schnittfähig. Ich habe mit den Einstellungen Messer 1, Geschwindigkeit 1 und Druck 8 geschnitten.

Weil bei meinem Motiv auch Teile dabei sind, die gar nicht mit dem Rest verbunden sind, habe ich das Motiv einmal komplett geplottet und mir ein Foto davon gemacht, wie es noch auf der Trägermatte ist.

Das Aufbringen ans Fenster war dann echt etwas fummelig, da die Folie ansich schon sehr wabelig ist und man ja keine zusammhängenden Flächen hat. Aber da es ja nicht permanent klebend ist, kann man auch immer wieder gut korrigieren. So hat es zwar eine Weile gedauert, aber es hat sich gelohnt.
Jetzt habe ich mein Foto genommen und die Schneidmatte und habe die einzelnen Punkte auch am Fenster angebracht. Jetzt sah es schon richtig gut aus.
Dann ging es zurück an den PC und an den Plotter. Jetzt habe ich mir die verdoppelte Version auf die Schneidmatte geholt, die Gruppierungen gelöst und nun habe ich die farbigen Punkte und die Sterne noch übrig gehabt. Den Rest konnte ich löschen. Auch bei diesen Teilen habe ich  noch mal Gruppierung gelöst und sie um Vinyl zu sparen enger zusammen geschoben, plotten lassen und manuell jedes einzelne Teil übertragen und auf die Stellen auf der Adhesionsfolie geklebt.


.

%d Bloggern gefällt das: