Plotten

Eigentlich heißt plotten eine frei skalierbare Vektorgrafik mit einem Programm neu wiedergeben. In der Architektur werden die Zeichnungen damit auf Papier gebracht.

Im Hobbybereich ist es besser von Schneidplottern zu sprechen. Denn im ursprünglichen Einsatz sind sie zum schneiden da. Aber auch das Zeichnen ist möglich.

Damit die Schneidplotter arbeiten können, brauchen sie eine Vektorgrafik. Hier werden alle wichtigen Informationen in Vektoren dargestellt, so dass das Ergebnis in jeder Größe gleich ist.

Wenn man ein Bild, auch Rastergrafik genannt,  (also keine Vektorgrafik) vergrößert, kommt es zur Treppenbildung. Und dann hätte man kein schönes Schnittergebnis.

Vektorgrafiken kann man zum Beispiel mit Corel Draw und Adobe Illustrator erstellen. Aber auch das kostenlose Inkscape bietet einen großen Funktionsumfang. Und auch die Softwareangebote der Schneidplotter (von Silhouette die Studiosoftware) können Vektorgrafiken erstellen. Allerdings sind diese dann nur für den jeweiligen Plottertyp verarbeitbar. 

Testschnitt

Um ein bestmögliches Schnittergebnis mit dem Hobbyplotter zu erzielen, und dabei auch das Material (Schneidmatte, Messer und Schneidleiste) zu schonen und möglichst wenig Ausschuss zu produzieren, ist ein Testschnitt unerlässlich.

Ich habe mir dafür eine kleine Studio3 Datei angelegt mit einem @ und einem &. Denn gerade das Dreieck ist meist leichter zu schneiden als filigrane Kurven. 

Stellt am Anfang das Messer lieber flacher ein und experimentiert auch mit dem Druck. Schont eure Schneidleiste (das Wechseln macht keinen Spaß).

Haltet euch als Ausgang an die Vorgaben von Silhouette und den Herstellern (zumindest die meisten Folienhersteller und Verkäufer geben auch Tipps zur Schnitteinstellung)

Wer ein CB09 Messer benutzt kann auch vorsichtig mit Hand erstmal schauen ob das Messer die richtige Tiefe hat.

Bei sehr filigranen Teilen hilft auch Überschnitt und bei dicken Material auch der Doppelschnitt.

Vektorgrafik

Um plotten zu können, braucht man eine Vektorgrafik. Diese stellt das „Bild“ mit Hilfe von Punkten und deren Beziehung untereinander dar und nicht wie eine Rastergrafik mit Hilfe eines Rasters (da kommt es dann bei Vergrößerung zur Treppenbildung). Egal wie groß ein Bild ist, die Vektoren und ihre Beziehung bleibt immer gleich.