Colorieren mit Aquarell-Buntstiften

Colorieren mit Aquarell-Buntstiften

Bisher habe ich Karten und Digistamps ja immer nur mit den Chameleonpens coloriert. Das gibt schöne satte Farben.
Aber manchmal möchte man ja auch sanfte Farben und Wasserfarbeneffekt haben.
Deswegen hatte ich mir schon vor über einem Jahr die Noris aquarell-Stifte (24 wasservermalbare Buntstifte) angeschafft. Aber die Ergebnisse waren für mich nie zufriedenstellend und landeten in der Tonne.
Nun habe ich mir auch mal Auqarellpapier (ich hab es mir in 220g Qualität – das lässt ich auch gut mit dem Plotter schneiden) besorgt und bin total begeistert.

Faltkarte Konfirmation

Angefangen habe ich mit meiner Konfirmationskarte (Faltkarte Konfirmation).
Die hatte sich meine Mama für einen Nachbarjungen gewünscht. (und dazu auch eine Kerze, die hab ich mit Elementen von Rayher-Hobby gestaltet und nicht geplottet)

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Weiter ging es mit Dateien von Miriam von miriamkreativ

Als erstes habe ich die Faltkarte Glückwunsch coloriert. Oder auf gut deutsch angemalt mit den wasservermalbaren Buntstiften. Und da habe ich auch mal Bilder zwischendurch gemacht.
So könnt ihr mal sehen, wie so eine Karte entsteht. Also erst einmal anmalen.

Dabei muss man gar nicht so super genau arbeiten.

Dann mit ganz wenig Wasser am Pinsel vorsichtig vermalen, Immer von den hellen Farben zu den dunklen.


Und wichtig, legt was drunter. So sah mein Blatt darunter aus.

Aber das fertige Ergebnis ist einfach fantastisch.

Weiter ging es mit der Pop-up-Karte Schmetterling.

Und die neue Faltkarte Delfin 

Letzte Woche schon gab es ja mein Digistamp-Freebie, den Delfin.
Passend dazu gibt es nun auch die Faltkarte im Shop.
Natürlich musste auch da gleich mit Farbe gearbeitet werden.

 

 

 

 

Tischkarte im Silhouette Studio erstellen

Tischkarte im Silhouette Studio erstellen

Bei großen Festen legen Tischkarten die Sitzordnung fest. Ich nutze sie aber zum Beispiel auch auf der Arbeit, wenn ich mit Kindern auf Freizeit fahre. Dort wird mit Tischkarten festgelegt, wo die Betreuer sitzen (sonst lassen uns die Kinder keinen Platz)

Solche Tischkarten kann man ganz toll mit Silhouette Studio und der Print and Cut Funktion erstellen. Außerdem kommen hier Digistamps und Digipapier gut zur Geltung.

Die Grundkarte erstellen

Eine Standard-Tischkarte hat das Format 9 x 5 cm. Da sie in der Mitte gefaltet ist brauchen wir also ein Rechteck von 9 x 10 cm.
Ich arbeite gern von Anfang an mit einem klaren Farbschema. Schneidelinien sind bei mir rot, Offsetlinien schwarz und Bildlinien und Schriftkonturen transparent.
Außerdem achte ich gleich darauf, das alle Linien 0 pt haben, damit sie zwar auf dem Monitor sichtbar sind, aber nicht auf dem Ausdruck.

Nun ziehe ich mit gedrückter Umschalttaste (die mit der man groß schreibt) eine Linie von 9 cm auf. Und stelle die Linienart auf gestrichelt.

Anschließend richte ich alles zentriert aus und gruppiere (Über klick auf rechte Maustaste) mir diese Teile.

Zur Sicherheit (und für weitere Karten als Arbeitserleichterung) ziehe ich mir eine Kopie an die Seite.

Ich lege ein Offset mit 2 mm an (und färbe gleich die Linienfarbe in schwarz, damit ich später besser nach Linienfarbe plotten kann)

In dieses Offset lege ich mein Digipapier aus dem Watercolorset (oder einen Farbverlauf oder Muster) (Anleitung bei Print and cut)

Mit dem Schriftwerkzeug schreibe ich einen Namen drauf.

Wer am Anfang noch keine Passermarken eingerichtet hat, tut es jetzt, drucken und dann schneiden.

(Achtung schneiden nach Linie, wie im Tutorial zum print and cut beschrieben)

Einen Digistamp anbringen

Die Tischkarte sieht schon gut aus, aber mir noch zu „nackig“.
Ich könnte nun einen Digistamp aufkleben. Entweder mit Abstandsklebepads oder damit man ihn sogar bewegen kann mit einem Action Wobbler (erhältlich zum Beispiel bei Stempmeer.de)

Ich nehme hier meinen Digistamp Delfin (ihn gibt es als Freebie in meinem Shop)
Klebe den Klebepunkt oder den Action Wobbler hinten auf und befestiege ihn so auf der Tischkarte.

Einen Digistamp integrieren (so das er gerade hochsteht)

Gut, das wir die Basis-Tischkarte vorhin an die Seite gelegt haben.
Davon machen wir uns eine neue Kopie und arbeiten damit weiter.
Nun holen wir uns einen Digistamp, der auf der Tischkarte zu sehen sein soll, auf das Blatt.
Zusätzlich zum einfach aus dem Explorer ziehen, möchte ich euch noch die Hinzufügen-Variante zeigen.
Klickt oben in der Leiste auf Datei – Hinzufügen.

Dann geht euer Explorer auf und ihr könnt die Datei auswählen. Mit dem Klick auf Ok erscheint sie auf dem Blatt.

Nun müssen wir sie kleiner skalieren, so das der Stamp auf die Tischkarte passt.
Die Falzlinie geht dabei durch den Stamp durch.

Ich möchte den Stamp noch spiegeln, denn er soll von rechts kommend auf der Karte springen und ich drehe ihn noch so, das er höher hinausspringt.

Nun positioniere ich mir den Stamp an die Stelle, wo er hinterher sein soll. Zum nachzeichnen mache ich mir eine Kopie.
Dazu mit gedrückter Alt-Taste den Stamp anklicken und zur Seite ziehen.

Nun wie gewohnt nachzeichnen (bei der Kopie neben der Arbeitsfläche)
Die Schneidelinie schmiegt sich an den Delfin an.

Nun ein Offset hinzufügen. Ich habe mich hier für 1 mm entschieden.
Dieses Offset dupliziere ich (für den Fall aller Fälle habe ich dann noch mein Original) und ziehe es um den Delfin auf der Karte.

Ich habe mir nun eine Hilfslinie direkt auf die Falzlinie gezogen (zum genaueren Arbeiten – es geht aber auch ohne)

Nun zieht ein Rechteck auf, das direkt an der Falzlinie beginnt und den gesamten unteren Bereich des Offsets abdeckt.

Wählt sowohl das Offset als auch das Rechteck aus. (Achtung nicht den Delfin – wer sich unsicher ist, kann den Delfin auch erst zur Seite nehmen und dann hinterher wieder hinziehen)

Nun auf das Modifizieren-Werkzeug (rechts in der Leiste) klicken, damit das gesamte Kontextmenü zum Modifizieren sichtbar wird.

Mit Subtrahieren ziehen wir nun den Bereich unterhalb der Falzlinie vom Offset ab. Wichtig, das Rechteck muss über dem Offset liegen!!!

Hier hab ich mal die Hilfslinie etwas nach unten verschoben, damit deutlich sieht, das die Schneidelinie nun durch den Delfin geht, die muss da noch verschwinden, so das der Delfin vorn komplett bleibt.
Dazu wählen wir das Offset aus und wechseln in den Punktbearbeitungsmodus (links in der Leiste)

Dadurch werden alle Pfadpunkte (und die Anfasser) sichtbar.

Nun mit gedrückter Umschalttaste die beiden Punkte auswählen, die die links und rechts unten das Ende bilden.

Nun wie oben im Bild auf das Punkt trennen Werkzeug klicken. Dadurch verändert sich die Punkte (werden rot dargestellt, weil sie nicht verbunden sind.

Anschließend den Punktbearbeitungsmodus wieder verlassen (einfach auf den Auswahlpfeil oben links klicken)
Dann rechte Maustaste und verknüpften Pfad lösen.

Nun  erkennt man das es zwei Objekte geworden sind, die aber noch gruppiert sind. Deswegen Gruppierung lösen und den Teil, der durch den Delfin geht, auswählen und löschen.

Nun die Gruppierungen von der Basiskarte lösen (je nachdem wie oft ihr Gruppiert habe, auch öfter auf Gruppierung lösen klicken)
Die Falzlinie muss allein auswählbar sein.

Nun wieder in den Punktbearbeitungsmodus wechseln. An die Schnittstellen von Falzlinie und Offset Punkte einfügen, in dem auf die Linie klickt.

Nun wie beim Offset die beiden Punkte auswählen und die Pfadpunkte trennen.
Danach den verknüpften Pfad lösen, Gruppierung lösen und den Pfad auswählen und löschen.

Nun ist der Delfin (oder jeder andere Stamp) von Schneidelinien, die den Stamp zerschneiden würden, befreit.

So sieht die Tischkarte nun aus.

Nun wie oben bei der Basiskarte das Offset der Karte füllen und einen Namen drauf schreiben.

Dann drucken und anschließend auf Schneiden nach Linien gehen.

Fertig!!!

Sonderfall Digistamp mit Aussparungen

Manche Digistamps haben Aussparungen, wie hier zum Beispiel meine Bäckerin.

Dazu muss der Digistamp wieder nachgezeichnet werden (bitte aber hier nicht nur Aussenrand nachzeichnen, sondern komplett)

Dann den verknüpften Pfad lösen. Den äußeren Umriss auswählen und da einen Offset drum legen.

Den eigentlichen Umriss löschen und die Aussparungen und das Offset anschließend wieder um den Stamp legen.

Nun wieder wie oben das Offset durch ein Rechteck unten abschneiden und die Punkte auflösen, Pfad treffen. Falzlinie zusätzliche Punkte einfügen, Pfad treffen und löschen. Drucken und plotten.

Viel Spaß beim nachbasteln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Digistamps oder digitale Stempel – was ist das?

Digistamps oder digitale Stempel – was ist das?

Stempel kennt jeder, aber digitale Stempel?

Was ist ein Digistamp oder ein digitaler Stempel?

Digitale Stempel sind Bilder, die zum verzieren von allen möglichen Papierobjekten, wie Karten, Boxen und vielem mehr geeignet sind.
Es gibt colorierte Stempel und Stempel in schwarz weiß. Diese kann man nach dem Drucken noch selbst anmalen, mit Buntstiften, Alkoholmarken, Aquarellfarben und vielem mehr.

Diesen Delfin, an dem ich hier alles demonstriere, gibt es als Freebie in meinem Shop

Man kann die Stempel einfach drucken und mit Hand ausschneiden, oder dafür Print and cut mit dem Plotter machen.
Wie das geht, zeige ich im Folgenden.

Digitale Stempel für das Schneiden mit dem Plotter vorbereiten

Zunächst den Digistamp im Silhouette Studio öffnen.
Dazu kann man entweder über das Öffnen Programm gehen. (Datei Öffnen oder STRG+O) und die Datei auswählen und auf OK klicken.

Oder man kann sie auch direkt aus dem Explorer mit gedrückter linker Maustaste auf die Seite ziehen (ist auch im Artikel über Print and cut ausführlich beschrieben)

Digistamps sind in der Regel sehr groß, denn wenn man sie größer skalieren würde, verlieren sie an Qualität. Kleiner skalieren geht ohne Probleme.

Auf dieser Seite habe ich schon die Passermarken eingerichtet (siehe Print and cut) und jeweils zwei farbige und zwei outline digitale Stempel eingefügt.

Wenn man nun auf Senden klicken würde, sieht man, das nun der Plotter ein rechteck schneiden würde, aber nicht die Delfinform.

Denn der Delfin ist eine Bilddatei und enthält keine Pfade bzw. Vektoren, die der Plotter schneiden könnte.
Deswegen muss die Bilddatei mit der Nachzeichenfunktion in einen Pfad umgewandelt werden. 
Das Nachzeichnenfenster öffnen (deformierter Schmetterling in der rechten Leiste)
Den Nachzeichnenbereich auswählen 

Und mit gedrückter linker Maustaste einen grauen Rahmen aufziehen, der das gesamte Objekt abdeckt.

Nach dem Loslassen der Maustaste werden die Teile, die nachgezeichnet werden sollen gelb. Hier müsst ihr mit dem Schwellenwert und dem Despeckelschwellenwert so lange hin und herschieben bis euer Objekt ganz gelb ist.
Wenn es auch innenliegende Flächen gibt, die später quasi ein Loch bilden sollen auf nachzeichnen klicken, ansonsten auf Rand nachzeichnen.

Anschließend legt sich eine rote Linie um das Objekt, das ist nun unsere Schneidelinie.

Achtet für den Druck darauf, das eure Linie eine Stärke von 0 pt hat, dann sieht man sie zwar auf dem Monitor aber nicht auf dem Ausdruck.

Wenn ihr jetzt auf Senden klickt, seht ihr sowohl die Schneidelinie des eigentlichen Bildes, als auch die Schneidelinie, die die Kontur des Objektes darstellt.

Über den Sendendialog Linie können wir nun nur die rote Linie auswählen (das Bild hat grundsätzlich die Linienfarbe transparent)

So könnte man nun schon schneiden. Allerdings ist Print-and-cut nicht zu 100% genau. Deswegen arbeiten wir mit einem Offset. (Wie ein Offset angelegt wird, erkläre ich Blogbeitrag zu Print-and-cut allgemein)

Ich habe nun noch ein drittes paar Delfine dazu gemacht.

Beim linken Paar habe ich einen 1,5 mm Offset ohne Füllung hinzugenommen. In diesem Fall lösche ich die Schneidelinie direkt um meinen Stempel. Da mein Fotopapier weiß ist, hat mein Stempel also hinterher einen weißen Rand.
Beim mittleren Paar habe ich einen 0,7 mm Offset mit schwarzer Füllung hinzugenommen. Das geht nur bei Digistamps, die eine schwarze (oder eine andere einheitliche Farbe) Outline haben. Die Schneidelinie bleibt direkt um den Stempel, so habe ich ein komplett ausgeschnittenen Stempel mit einer Outline die teilweise dann etwas dicker oder halt schmaler ist (je nach Genauigkeit des Plotters.
Bei der Outlinevariante habe ich das Offset nicht gefüllt, dafür aber die Liniendicke auf ca 6-7 pt erhöht, so das man sie auch im Druck sieht.
Beim rechten Paar habe ich einen innen Offset von 0,3 mm genommen. Da kann es aber passieren, das trotzdem noch weiße Ränder entstehen, oder das die Outline fehlt. Aber ich wollte diese Möglichkeit trotzdem mit aufzählen.

Nun kann ich Digistamps plotten (immer entlang der Schneidelinie) – hier auch wieder über Senden – Linie.

Hier seht ihr die verschiedenen Ergebnisse.

Diese Stempel kann ich nun auf Karten oder Boxen kleben. Das sieht toll mit Abstandsklebepads aus. 

Hier seht ihr meinen handcolorierten Stempel mit den Chameleon Pens (Alkoholmarker)

 

 

Wie geht das eigentlich? Print and cut

Wie geht das eigentlich? Print and cut

Viele Begriffe in der Plotterszene kommen aus dem Englischen. So auch Print and cut
Was es damit auf sich hat, was man beachten muss, wie man es macht, all das will ich versuchen hier zu beleuchten.
 

Der Begriff Print and cut

Print and cut heißt auf drucken und schneiden (oder auch stanzen).
In der einfachsten Form heißt es erst mal,  ich drucke ein Bild, eine Grafik (z.B. ein Digistamp) oder ein Digitales Papier auf Papier und schneide es anschließend mit der Schere, dem Plotter oder der Stanzmaschine (Beispiel :Big Shot) 
Solange es dabei nicht auf Präzision ankommt, wie zum Beispiel Deckblatt oder Deckseite von Schachteln oder ähnliches muss man nichts besonderes beachten.

Was braucht man dazu?

Man braucht dazu nur einen Farbdrucker (Laser- oder Tintenstrahldrucker ist egal), Fotopapier in matt (ich nehme das von Schwarzwaldmühle, damit hab ich die besten Erfahrungen gemacht), euren Plotter, oder Stanzmaschine, oder einfach nur eine Schere.

Direkt aus Silhouette Studio das ganze Blatt füllen und drucken oder sogar direkt die Datei über ein Bildbetrachtungsprogramm (hier das Windows eigene)  drucken, auf der Matte positionieren und dann plotten lassen. 

Ein komplett gefülltes Blatt in Silhouette Studio erstellen und drucken

  1. Öffnet Silhouette Studio
  2. Stellt als Papiermaße Din A4 ein (wenn ihr einen A4 Drucker habt)
  3. Zieht mit dem Rechteckwerkzeug ein Rechteck auf, das die gesamte Seite abdeckt (Füllung ohne, Konturfarbe egal, Konturdicke 0 Punkte)
    Rechteckwerkzeug in Silhouette Studio
  4. Öffnet euren Explorer und zieht mit gedrückter linker Maustaste das Digipapier oder den Stamp oder das Bild auf euer Blatt in das aufgezogene Rechteck.
    Digipaper in das Rechteck ziehen
    Digipaper in das Rechteck ziehen 2
  5. Geht auf Drucken und stellt in den erweiterten Einstellungen die beste Qualität und randlosen Druck aus (wenn euer Drucker das unterstützt). Anschließend drucken und weiterverarbeiten, wie sonst euer Papier auch.
    In Silhouette Studio drucken wählen
    Druckeinstellungen

Das digitale Papier direkt aus dem Explorer bzw. Bildbetrachtungsprogramm drucken

  1. Explorer öffnen und Papier oder Bild aussuchen
    Digipaper im Explorer aussuchen
  2. Mit Doppelklick das Bildbetrachtungsprogramm öffnen (hier das Windowseigene, das hat jeder anders eingestellt)
  3. Auf Drucken klicken und die Einstellungen so wählen, dass das Papier weitgehend bedruckt wird (hängt vom Drucker ab)
    Digipaper im Windowseigenen Bildbetrachtungsprogramm öffnen
    Druckeinstellungen im Windowseigenen Bildbetrachtungsprogramm

 

Will man aber einen Digistamp, eine Form oder Schrift präzise ausschneiden oder auf einer Deckseite erst digitales Papier oder Muster einfügen und dann noch eine Grafik, die an einer bestimmten Position sein soll, braucht man die print and cut Funktion des Plotters. 
Nutzer von Brother-Plottern sind da im Vorteil, weil er eine komplett optische Scaneinheit besitzt und so schon sehr präzise arbeitet.
Nutzer von Silhouette Plottern müssen sich da mit den Passermarken beschäftigen. Denn die Silhouette Plotter haben keine komplett optische Scaneinheit sondern lesen feste Punkte (die Passermarken)  ein und errechnen daraus die Position des zu schneidenden Objekts. 
 

Einrichten einer Seite mit Passermarken

  1. Stelle die tatsächliche Papiergröße ein, die du drucken und anschließend plotten möchtest (in der Regel wird es A4 sein, aber gerade die Silhouette Papiere liegen im Letterformat vor, da muss dann auch Letter eingestellt werden)
    Seite einrichten im Silhouette Studio
  2. Wähle die Einstellungen für die Passermarken und stelle Typ 1 aus (bitte gerade am Anfang nicht die Vorgabewerte verändern, das kann in seltenen Fällen zu Problemen führen)
    Passermarken im Silhouette Studio einfügen
  3. Legt alle Teile auf die Seite innerhalb des roten Rahmens und nicht in den schattierten Bereich (was noch zu beachten ist, kommt im nächsten Abschnitt)
    Bereich für Print and cut auf einem Blatt mit Passermarken
  4. Druckt die Seite (wie oben bei ganze Seite drucken)
    Druckeinstellungen
  5. Legt sie auf die Position auf die Matte (wie es auch in der Datei ist) und plottet. 
 

Plotten von Elementen mit Print and cut

Durch die Passermarken erkennt der Plotter die Position der Elemente. Allerdings schneidet er nicht 100% genau. 
Hier mal die Datei einfach so wie man sie ohne Anpassungen erstellen würde (eine Form mit Muster, ein Digistamp und Schrift).

ausgedrucktes Blatt mit Passermarken aber nicht angepassten Objekten

Um diese Ungenauigkeiten auszugleichen, hilft es, ein Offset in einer anderen Linienfarbe anzulegen und das entweder mit der gleichen Farbe oder Füllung zu füllen.

Dazu am rechten Rand das Offset Werkzeug wählen und auf Offset klicken. Die Maße kann man variabel einstellen. Ich empfehle Werte zwischen 0,6 mm und 2 mm. (dazu aber bei dem Umgang mit Digistamps mehr) 

Beim Schriftzug habe ich ein Offset von 1,8 mm gewählt. Man erkennt deutlich die rote Linie (zweite Schneidelinie) die im Abstand zum Schriftzug entstanden ist.

Für das spätere Schneiden brauchen wir diese Linie nicht als Schneidelinie sondern den Bereich dazwischen mit gleicher Füllung wie das zu schneidende Objekt. Mit dieser Füllung gleichen wir leichte Abweichungen durch das Schneiden aus.
Deswegen wird die Linienfarbe des Offsets geändert. (Ich persönlich habe mir angewöhnt, bei Print and cut Schneidelinien rot, und Füllrandgrenzen schwarz zu füllen)

Wichtig!!!!
Die Linienstärke bei Print and cut muss 0 pt betragen. So sieht man sie zwar auf dem Monitor, aber sie wird nicht mit gedruckt.

 

 
Nun muss ich dem Offset auch noch die gleiche Füllung (Füllfarbe oder Muster) geben, wie meinem eigentlichen Objekt)
Bei Farbei einfach mit der Pipette die Farbe aufnehmen und füllen.
Bei Mustern oder Bildfüllungen das eigentliche Objekt ohne Füllung lassen und nur das Offset füllen.
Nun kann das Blatt gedruckt werden.
Anschließend wird es genau so auf der Matte positioniert wie es im Silhouette Studio angezeigt wird. Matte laden.
Anschließend ins Senden-Menü wechseln.
Bei Print and cut eignet sich der einfache Modus nicht. 
Denn dann schneidet er nur außen, oder alle Linien.
 
Wir wollen ja aber nur die eigentlichen Schneidelinien scheniden. Hier helfen die verschiedenen Farben.
Deswegen gehen wir im Senden-Menü auf Linie.
Und wählen nur (in meinem Fall rot) die Linie aus, die die Farbe unserer Schneidelinien hat. Wenn nun geschnitten wird, bleibt ein farbiger Rand auf dem Papier, aber das Motiv ist sauber ausgeschnitten und hat nicht unschöne Kanten.
 
Hier mal Vergleichsbilder: Links ohne Offset – Rechts mit Offset
 

Registrierung fehlgeschlagen oder der Schnitt passt nicht – was tun?

  1. Will ich überhaupt print and cut machen?
    Wenn nein, einfach die Passermarken deaktivieren, dann sucht er nicht danach und versucht auch nicht sich zu registrieren.
    Wenn ich Print and cut machen will, müssen die Passermarken deutlich sichtbar und komplett und tief schwarz (also deutlichem Kontrast) gedruckt sein. Evtl vorsichtig mit einem Edding nachzeichnen.
  2. Sind Firmware und Software auf dem aktuellsten Stand?
    Die Cameo 1 und 2 verzeihen vergessene Updates leichter als die Cameo 3. Die aktuellste Version für die Firmware und die Software gibt es auf der Silhouette America Seite (bitte nicht die Beta-Version benutzen)
  3. Stimmen tatsächliches Papierformat, Papiermaße im Silhouette Studio und Papiermaße in den Druckereinstellungen 100% überein? 
    Stimmt nur eine der drei Einstellungen nicht zu den anderen gibt es Probleme, kann entweder die Registrierung fehlschlagen (das heißt er beginnt gar nicht erst mit dem Schneidevorgang) oder der Schnitt ist deutlich verschoben.
  4. Liegen keine Objekte in dem unerlaubten Bereich (außerhalb der roten Schneidelinie oder im schraffierten Bereich)?
    Objekte verschieben, auch etwas Sicherheitsabstand ca. 1 mm einplanen, neu drucken
  5. Ist der Deckel der Cameo beim Registrierungsvorgang geschlossen?
    Da die Abtastung der Passermarken geschieht über einen sehr lichtempfindlichen Sensor auf hohem Kontrast. Einfallendes Licht und Schattenwurf können zu Störungen führen. Den Deckel schließen kann helfen.
  6. Falls es ein spiegelndes Medium ist (manche bedruckbare Folien) hilft es, vor dem Druck auf die Stellen, wo die Passermarken gedruckt werden, reinweiße Klebeetiketten (wie für Briefumschläge) zu kleben um einen starken Kontrast ohne Lichtstörungen zu erreichen. (Danke für diesen Tipp an Miriam von Miriamkreativ)
  7. Wenn alles überprüft ist und es auch mit einer anderen Datei und anderem Material nicht geht, liegt der Fehler tiefer und das Gerät muss überprüft werden.
 
 
 
 
 
 
Oster-Endspurt

Oster-Endspurt

Noch eine Woche, dann ist Ostern. Wahnsinn wie die Zeit rennt. 
Mein Shop hat diese Woche den 100. Tagesgeburtstag gefeiert und heute geht die neunte und zehnte Faltkarte online.
Wenn das kein Grund zu feiern ist. 

Deswegen gibt es ab sofort eine 15 % Gutschein* bei mir im Shop, der bis Ostermontag einschließlich gilt (*Ab eine Einkaufssumme von 3 Euro) 
Der Gutscheincode lautet 10Faltkarten.
Aber jetzt möchte ich euch erstmal die beiden neuen Faltkarten vorstellen.
Zunächst die Faltkarte Narzisse. Die Narzisse gehört für mich einfach zu Ostern dazu. Schließlich wird sie auch oft Osterglocke genannt.
Aber sie passt halt eben nicht nur zu Ostern. Und da der Frühling sich in diesem Jahr Zeit lässt, sind auch die Narzissen noch nicht in meinem Garten zu sehen.

Und die zweite neue Faltkarte ist auch eine Blumenkarte – die Calla.
Ich mag die Calla, auch wenn viele sie als Trauerblume bezeichnen.
Aber vielleicht ist die Karte dadurch ja auch besonders vielseitig. 

Nächste Woche bin ich auf Kinderfreizeit mit 40 Kindern. Aber die nächsten Projekte lauern schon.