Digitales Papier oder digital paper???!

Was ist das?
Wofür brauche ich das?
Wie mache ich das?
Ist das nicht zu teuer?

Hast du dich das aufgrund schon mal gefragt, dann gebe ich dir hier meine Antworten.

 

 

Was ist digitales Papier?

Das ist eine hochauflösende Grafikdatei, meist in sehr großen Formaten. Diese ergibt, auf Papier oder Karton gedruckt, tolle bunte Papiere und Kartone (oft auch cardstocks genannt) mit denen man dann genauso weiterbasteln kann, wie mit jedem anderen Papier oder Karton.
Meine digitalen Papiere, egal ob als Freebie oder Kaufprodukt, sind so erstellt, dass sie auf einer Fläche von 12x12 Zoll (also 30,48 x 30,48 cm) ausgedruckt ein tolles Ergebnis bringen. Verkleinern ist gar kein Problem, vergrößern führt dann bald zu einem Qualitätsverlust.

(Für diejenigen, die es genau wissen wollen 12 x 12 Zoll bei 300 dpi heißt 3600 x 3600 Pixel) 

 

dpi = Dots per inch

Ein digitales Bild setzt sich aus vielen Punkten zusammen

Dots per inch heißt: auf  einer Linie von 1 Inch (=2,54 cm)  sind 300 Farbpunkte (bei 300 dpi)

Die Auflösung von Monitoren ist meist bei 72-96 dpi
Fotos haben eine Auflösung von 300-.600 dpi

Wofür brauche ich das?

Eigentlich für alles, was du sonst auch mit farbigen Papier machst. Nur das du es hier ganz individuell gestalten kannst.
So kann man Briefpapier damit herstellen, Karten gestalten, Boxen und Schachteln erstellen, Hintergründe für Fotoalben ob normal oder als Scrapbook zaubern und auch Papier für Origamiwerke dir selbst zusammen stellen. Die Liste ist noch beliebig zu verlängern (gern auch in den Kommentaren)

3D Buchstaben (von miriamkreativ.de) mit Digitalpaper Deckblättern

 

Karte mit Digitalpaper

 

 

Wie mache ich das?

Ich brauche dafür einen Farbdrucker (Tintenstrahldrucker oder Laserdrucker), Papier (ich nutze am liebsten mattes Fotopapier in verschiedenen Stärken.

Die einfachste Variante, bei der man aber am wenigsten Einfluss hat, ist, die Datei mit einfach nur einen Bildbetrachtungsprogramm (das hat jedes Betriebssystem an Board) ausdrucken. Um dann mit Schere oder Plotter schneiden.

Grafikdatei öffnen mit dem Windowseigenen Bildbetrachtungsprogramm

Die Druckeinstellungen einrichten

 

Weniger Tinte brauche ich aber, wenn ich die Formen direkt im Silhouette Programm fülle und dann mit Print and cut schneide.
Zum Zeigen habe ich hier zwei einfache Formen aufgezogen. 
Weil es immer kleine Ungenauigkeiten beim Print and cut geben kann, arbeite ich mit einem Offset. Wenn es dann kleine Ungenauigkeiten gäbe, habe ich trotzdem immer schöne Kanten.

Offset um die Formen legen, die man schneiden möchte.

Dann öffne ich meinen Explorer so, das ich das Fenster über meiner Silhouette Oberfläche sehen kann.
Dann wähle ich mir mein Digipapier und ziehe es mit gedrückter linker Maustaste in das Offset.

Das Digipaper mit gedrückter linker Maustaste in das Offset ziehen.

Und immer drauf achten, dass das Muster wirklich im Offset und nicht nur in der eigentlichen Form liegt.

Das Papier muss wirklich in das Offset

Das wirklich gute an dieser Variante ist, das man nun auch das digitale Papier anpassen kann.
Dazu Füllfarbe – Füllmuster und erweiterte Einstellungen wählen.

Jetzt kann man das Muster (das digitale Papier) drehen. Transparenzen einstellen und auch die Größe des Musters skalieren.

Hier hab ich es mal etwas vergrößert. Nun kann ich auch noch das Muster verschieben, so dass in meinem Beispiel hier das größere Quadrat (ungefähr) mittig liegt.

Print and cut

Erst drucken und dann schneiden.
Die Silhouette Plotter haben anders als die Brother Plotter keine richtige Scaneinheit. Aber sie können die Passermarken einlesen und dann wird die Form ziemlich genau geschnitten.
Gibt es Probleme hilft oft den Deckel zu schließen (damit kein Licht den Laserstrahl stört). Es ist auch sinnvoll den Plotter zu kalibrieren.

Ist das nicht zu teuer?

Diese Frage höre ich sehr oft.
Klar, um eine ganze Seite mit Farbe zu bedrucken, ist nicht ganz günstig. 
Aber es gibt für sehr viele Tintenstrahldrucker die Möglichkeit nachgemachte Tinte günstig zu kaufen. Und oft steht diese in der Qualität der Originaltinte in nichts nach. Und wenn man dann auch die Variante nutzt, nur die Form zu füllen, dann geht es auch. 
Ich wähle das eigentlich immer, es sei denn, meine Form ist so groß, das ich einfach kein Print and cut machen kann, weil sonst die Passermarker nicht mehr gedruckt werden können.
Aber gerade in kleineren Städten habe ich längst nicht die Auswahl an Papieren und viele Papiere werden in einem Block angeboten, wo ich auch nicht immer alle Papiere von mag.
Ich kaufe mir das Fotopapier entweder hier vor Ort oder in großen Mengen im Internet, so das der Versand günstiger wird. Mein Fotopapier kostet mich ca 10 Cent pro Blatt, dazu halt noch Tinte. 
Ein farbig gemusterter Cardstock kostet in der Regel auch 30-50 Cent. 
Wenn ich das wirklich so rechne, dann ist es definitiv nicht zu teuer. Denn ich kann es genauso gestalten wie ich es möchte.

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